Hintergrund

Obwohl das Wissen der Bevölkerung über psychische Krankheiten in den letzten Jahren gestiegen ist, sind negative Einstellungen und Vorurteile gegenüber psychisch Kranken leider immer noch die Regel.

Die Vermittlung von Wissen allein genügt dabei jedoch nicht, um Vorurteile abzubauen. Um Einstellungen und Verhalten zu verändern, ist es mindestens ebenso wichtig, Menschen kennen zu lernen, die eine psychische Erkrankung durchgemacht haben. Nur so lässt sich Ängsten entgegenwirken und das vermeintlich Unbegreifbare verstehen.
Bei diesem Konzept wurden Erfahrungen aus Kanada und Österreich genutzt. Als dort Ärzte und Psychologen an Schulen über psychische Erkrankungen aufklären wollten, verstärkten sich die Ängste der Schüler.
 
Im Gegensatz da­zu reagierten die Jugendlichen positiv auf die persönlichen Erfahrungsberichte Betroffener. Durch die anschauliche und lebendige Begegnung lernen Schüler, dass es zwischen ihnen und psychisch erkrankten Menschen mehr Verbin­dendes als Trennendes gibt.